Stadtmuseum des Risorgimento und Gedenkstätte Oberdank

Civico Museo del Risorgimento e Sacrario Oberdan
Via XXIV Maggio 4
Trieste
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Lega Nazionale
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museorisorgimento@comune.trieste.it

Das Civico Museo del Risorgimento (Stadtmuseum des Risorgimento) befindet sich im ersten Stock des Gebäudes in der Via XXIV Maggio 4, das vom zweiten bis zum fünften Stock das Casa del Combattente (Haus des Kämpfers) beherbergt. Das vom Architekten Umberto Nordio (Triest 1891-1971) entworfene Gebäude wurde am 29. April 1934 feierlich eingeweiht. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Sammlungen des Risorgimento die Räume der Villa in der Via Besenghi 2, die Giuseppe Basevi der Stadt Triest zu Beginn des 20. Jahrhunderts geschenkt hatte, mit denen der Landesgeschichte geteilt.

Das Gebäude steht auf dem Gelände der imposanten österreichischen Kaserne aus dem 18. Jahrhundert, wo am 20. Dezember 1882 Wilhelm Oberdank (Triest 1858- 1882, auf Italienisch Guglielmo Oberdan genannt), der des Hochverrats beschuldigt wurde und das Leben von Kaiser Franz Joseph angreifen wollte, hingerichtet wurde: in der Gedenkstätte, die zu gleichen Zeit wie das Museum und in ihrer unmittelbaren Nähe errichtet wurde, erinnern der Statuenkomplex des Bildhauers Attilio Selva (Triest 1888- Rom 1970) und die Zelle, in der Oberdank in Erwartung der Folter gefangen gehalten wurde, an die Figur und den Tod des Märtyrers aus Triest.

Das Museo del Risorgimento (Museum des Risorgimento) bewahrt Dokumente, Fotografien, Uniformen, Kunstwerke und Erinnerungsstücke von – nicht nur lokalen – Ereignissen und Persönlichkeiten des Risorgimento, sowie der Aufstände von 1848 bis zum Ende des ersten Weltkrieges aus, als Triest als Teil Italiens zurückkehrte.

Ein bedeutender Abschnitt des Museums ist den julianischen Garibaldinern gewidmet, einschließlich derjenigen, die am griechisch-türkischen Krieg von 1897 teilnahmen.

Briefe, persönliche Gegenstände, Bilder und Porträts, die in demselben Museumsteil ausgestellt werden, beschreiben ausführlich Oberdanks Persönlichkeit und Wechselfälle. Der große zentrale Saal, der den julianischen und dalmatischen Freiwilligen (die im Ersten Weltkrieg in der italienischen Armee kämpften) gewidmet ist, wird von Fresken von Carlo Sbisà (Triest 1899-1964) dominiert, in denen die »erlösten« Städte (die Städte die an Italien wieder angeschlossen wurden) Triest, Aquileia, Görz, Rijeka, Zadar, Pula und Poreå allegorisch durch halbe weibliche Büsten repräsentiert sind.

Die einzige mit einem schwarz verschleierten Kopf ist die »unerlöste« Split, während die einzige ganze Figur die von Madre Italia (Mutter Italien) ist. Alle Materialien, die Ende 2012 für die Vorbereitung der Ausstellung »Oberdank Nordio. Materialien für zwei Jubiläen« ausgewählt wurden, sind zu einem festen Bestandteil des Ausstellungswegs geworden. 

Dies sind Objekte, Dokumente und Fotografien, die den Besuchern ermöglichen, die Ereignisse nachzuvollziehen, die zur Fertigstellung des Casa del Combattente (Haus des Kämpfers) und des Museo del Risorgimento (Museums des Risorgimento) führten: Zwei architektonische Gebäude, die in einem einzigen Bauwerk im Herzen der Stadt vereint sind. Die Ausstellungsgestaltung war auch eine Gelegenheit, mehr über die komplexe Geschichte des Baus und der endgültigen Lage des Oberdank-Denkmals von Attilio Selva sowie über die Deutung der großen Fresken von Sbisà in der großen zentralen Halle zu erfahren. 

Zwischen den wichtigsten Werken und Erinnerungsstücken des Risorgimento befinden sich die Projekte von Nordio: Fotografien über die verschiedenen Phasen des Baus des Gebäudes, einige Entwurfe der Skulpturenarbeiten, die im Rahmen des 1926 ausgeschriebenen Wettbewerbs zur Feier des Opfers des jungen Oberdank präsentiert wurden und Zeichnungen des architektonischen Teils, der ursprünglich von Selva für das Denkmal entworfen wurde. 

Die Ausstellung bot auch die Möglichkeit, einige veraltete Teile des Ausstellungswegs zu erneuern und die Freiwilligen des ersten Weltkriegs und die mit Goldmedaillen ausgezeichneten Soldaten mit der Erstellung ihrer Biographien zu ehren.